Assistenz der
Eine Assistenz der Geschäftsführung organisiert den Arbeitsalltag der Unternehmensleitung, koordiniert Termine, Reisen und Korrespondenz und bereitet Entscheidungen mit Unterlagen und Auswertungen vor. Sie ist Schnittstelle zwischen Geschäftsführung, Belegschaft und externen Partnern.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Assistenz der verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.700 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 4.900 € | 6.000 € | 58.800 € |
Das Gehalt hängt vor allem von Unternehmensgröße und Branche ab: Assistenzen von Konzernvorständen, in der Industrie mit Tarifbindung an den Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder in der Chemie verdienen deutlich mehr als im kleinen Mittelstand. Im öffentlichen Dienst wird nach TVöD oder TV-L bezahlt, je nach Eingruppierung meist im mittleren Bereich der Spanne.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Assistenz der Geschäftsführung?
Die Assistenz der Geschäftsführung hält der Unternehmensleitung den Rücken frei. Sie verwaltet den Kalender, plant Dienstreisen mit Flügen, Hotels und Bahnverbindungen, nimmt Anrufe entgegen und entscheidet, was sofort weitergegeben wird und was warten kann. Ein großer Teil des Tages besteht aus Korrespondenz: E-Mails sortieren und beantworten, Briefe und Stellungnahmen entwerfen, Präsentationen für Sitzungen vorbereiten. Dazu kommen Besprechungen organisieren, Protokolle schreiben und nachhalten, ob vereinbarte Aufgaben erledigt werden. In vielen Unternehmen übernimmt die Assistenz eigene Projekte, etwa die Planung einer Betriebsfeier, die Auswahl eines Dienstleisters oder die Pflege von Kennzahlen in Tabellen und Berichten. Bei international tätigen Firmen läuft ein Teil der Arbeit auf Englisch. Die Aufgaben schwanken stark mit der Größe des Betriebs: im Mittelstand ist die Assistenz oft Allrounderin für Büro, Personal und Buchhaltung, im Konzern eher spezialisierte Büroleitung eines Vorstands.
Wie wird man Assistenz der Geschäftsführung?
Eine eigene Ausbildung mit diesem Namen gibt es nicht. Der übliche Einstieg ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, meist als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement, Industriekaufmann oder Industriekauffrau. Danach folgen einige Jahre Berufserfahrung im Sekretariat oder in der Sachbearbeitung, bevor eine Stelle direkt bei der Geschäftsführung infrage kommt. Viele bilden sich weiter, etwa zur geprüften Management-Assistenz oder zum Fachwirt für Büro- und Projektorganisation bei der IHK. Zunehmend steigen auch Hochschulabsolventen ein, etwa aus Betriebswirtschaft, International Management oder Fremdsprachenstudiengängen. Quereinsteiger aus anderen Büroberufen haben gute Chancen, wenn sie sicher mit Office-Programmen umgehen, gut formulieren und Englisch sprechen.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist geistig fordernd und selten planbar. Die Prioritäten der Geschäftsführung ändern sich oft innerhalb eines Vormittags, und die Assistenz muss Termine umwerfen, Beteiligte informieren und trotzdem den Überblick behalten. Viele Aufgaben laufen gleichzeitig, Unterbrechungen gehören zum Alltag. Die Arbeitszeit richtet sich häufig nach dem Rhythmus der Vorgesetzten, Überstunden vor Sitzungen, Messen oder Jahresabschlüssen sind üblich, und Erreichbarkeit nach Feierabend wird in manchen Häusern erwartet. Die Assistenz erfährt vertrauliche Informationen über Personal, Finanzen und Strategie und muss absolut verschwiegen sein. Schwer fällt vielen, dass die eigene Leistung wenig sichtbar ist: Wenn alles funktioniert, fällt es niemandem auf. Zudem hängt die Zufriedenheit stark davon ab, wie gut die Zusammenarbeit mit einer einzelnen Person läuft. Ein Wechsel in der Geschäftsführung kann auch die eigene Stelle infrage stellen.
Aussichten
Qualifizierte Assistenzkräfte werden bundesweit gesucht, besonders solche mit guten Englischkenntnissen und Erfahrung in Projektarbeit. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung den Beruf: Terminbuchungen, Reisebuchungen und Ablage werden zunehmend automatisiert, während Aufgaben wie Projektkoordination, Kommunikation und Auswertung an Gewicht gewinnen. Wer sich in diese Richtung entwickelt, kann zur Büroleitung, zur Referentin oder zum Referenten der Geschäftsführung, in das Projektmanagement oder in die Personal- und Organisationsabteilung wechseln. Reine Sekretariatstätigkeiten ohne eigene Verantwortung werden dagegen seltener.
Aufgaben
- Termine und Kalender der Geschäftsführung koordinieren
- Dienstreisen planen und abrechnen
- E-Mails, Briefe und Stellungnahmen entwerfen und beantworten
- Besprechungen vorbereiten und Protokolle schreiben
- Präsentationen und Berichte mit Kennzahlen erstellen
- Anfragen von Mitarbeitenden und externen Partnern filtern und weiterleiten
- Eigene Projekte wie Veranstaltungen oder Dienstleisterauswahl betreuen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder ein Studium, meist mit mehrjähriger Büroerfahrung
- Sicherer Umgang mit Office-Programmen, besonders Outlook, Word, Excel und PowerPoint
- Sehr gutes Deutsch in Wort und Schrift, gute Englischkenntnisse
- Organisationsgeschick und Belastbarkeit bei wechselnden Prioritäten
- Verschwiegenheit im Umgang mit vertraulichen Informationen
- Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten
Wo man arbeitet
- Mittelständische Unternehmen aus Industrie und Handel
- Konzerne und Großunternehmen
- Kanzleien und Beratungsgesellschaften
- Verbände, Stiftungen und Hochschulen
- Behörden und öffentliche Einrichtungen
- Krankenhäuser und Pflegeträger
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement, gefolgt von einigen Jahren Berufserfahrung im Büro. Viele ergänzen das durch eine IHK-Weiterbildung zur geprüften Management-Assistenz oder zum Fachwirt für Büro- und Projektorganisation. Alternativ führt ein betriebswirtschaftliches oder sprachliches Studium in den Beruf.
Offene Stellen als Assistenz der
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